50 Jahre nach den ersten Schritten

Im Juli 2019 ist es genau 50 Jahre her, dass über das US Fernsehen berichtet wurde, der erste Mensch habe die Oberfläche des Mondes betreten. Eine Milliarde Menschen haben live zugesehen. Der Aussicht auf weit verbreitete, bemannte Raumfahrt und der Perspektive, dass sich die Menschheit über die Galaxis ausbreiten wird, wurde optimistisch entgegen gesehen. Allerdings kam es anders als man dachte. Dass das Apollo Programm eingestellt werden würde, und fünf Jahrzehnte später die Menschheit nach diesem grossen Rückschritt nur mehr kleine Erfolge in Sachen bemannter Raumfahrt machen würde, hätten wohl nicht viele vorausgesehen. Gibt es andere technologische Errungenschaften wo eine solche Pionierleistung nie wieder wiederholt wurde? Ein Beispiel hierfür sind Nuklearwaffen, deren Kriegseinsatz sogar noch länger pausiert. Allerdings ist dies wohl begründet durch deren Eigenschaften und Umständen, was man von der bemannten Raumfahrt nicht behaupten kann. Dieser technologische Rückschritt bzw. Stillstand ist einer der Gründe warum manche Menschen anzweifeln, dass die bemannte Mondlandung tatsächlich stattgefunden hat. Abgesehen davon gibt es diverse andere Kritikpunkte, die als verdächtige Indizien für einen Schwindel durch NASA angeführt werden: Ausserhalb der Atmosphäre sind Menschen gefährlicher Strahlung ausgesetzt, im Van-Allen Strahlungsgürtel und von Sonneneruptionen, gegen welche die Apollo Astronauten vermeintlich nicht ausreichend geschützt gewesen wären. Auch abgesehen davon gibt es diverse andere technische Ungereimtheiten; so wird unter anderem die Leistungsfähigkeit des Navigationscomputers, der Saturn V Rakete und des Wiedereintritts-Hitzeschildes angezweifelt.
Das am häufigsten angegebene Argument, das für einen Schwindel spricht ist das Bildmaterial. Das gesamte Foto- und Videomaterial, dass angeblich am Mond erstellt wurde, erweckt den Eindruck, es handelt sich um einen 70er Jahre Science-Fiction Film. Es deutet fast alles darauf hin, dass dieses auf der Erde erstellt wurde. Streng genommen bedeutet die Fälschung von Bildern natürlich nicht, dass damit die bemannte Mondlandung widerlegt wird, aber es ist sehr suggestiv…
Aber es bestehen auch gewisse Umstände, die stark dafür sprechen, dass es die Mondmissionen doch gegeben hat: die Laser-Retro-Reflektoren werden von unabhängigen Observatorien bestätigt; Mondgestein wurde von unabhängigen Forschern untersucht und für “echt” befunden; die ganze Mission wurde kontinuierlich und lückenlos von der Erde aus verfolgt; jeder Handgriff ist dokumentiert und analysiert, etc…
Vorweg meine persönliche Meinung zum Thema: ich wage es nicht eine definitive Schlussfolgerung zu ziehen ob Teile, und wenn ja welche, der Apollo Missionen gefälscht wurden. Aber da ich hier die Argumente der Verschwörungstheoretiker betrachte, vermittelt dieser Artikel einen gewissen Bias im Richtung Fälschung…

Über Debunker und Skeptiker

Im laufe der letzten Jahrzehnte hat es gewisse Klasse geschafft, den Begriff Skeptiker für sich zu behaupten, und damit das Wort seiner eigentlichen Bedeutung zu berauben. Gemeint sind damit die “Debunker”. Das sind Personen die entweder hauptberuflich oder als Hobby ihre Zeit damit verbringen ungewöhnliche Ideen und Theorien zu bekämpfen. Natürlich glauben Menschen viel Unsinn und sind von psychologischen Phänomenen wie kognitiver Dissonant und Voreingenommenheit betroffen. So haben Debunker viele Erfolge vorzuweisen, etwa im Streit mit Schöpfungslehre-Gläubigen, Wunderheilern und Esoterikern. Bei manchen anderen Themen fehlt den Leitkultur-Gläubigen allerdings jegliche Skepsis und sie leiden unter der gleichen Voreingenommenheit, die Sie u.a. bei religiösen Fundamentalisten korrekt identifiziert haben. Deshalb kann man also die selbsternannten “Debunker” nicht Skeptiker nennen. Auch wenn für den Begriff “Debunker” eigentlich genau das gleiche Problem besteht, sei das die Konvention für diesen Artikel. Ich benutze das Wort Skeptiker für Personen die der NASA Version gegenüber skeptisch eingestellt sind. Natürlich sind diese tatsächlich auch “Verschwörungstheoretiker”, aber das Wort hat eine derartig negative Konnotation, dass ich es gezielt benutzt wird um die Debatte auf eine emotionale Ebene zu bringen, anstatt sachlich zu bleiben.
Eine Umfangreiche Liste von Mond Schwindel Debunkern und Skeptikern findet man auf wikispooks.com/wiki/Apollo_program. Auch werde ich in diesem Artikel nur die wichtigsten Kritikpunkte kurz streifen können, das Thema ist sehr umfangreich und wurde schon Jahrzehntelang behandelt. Am Ende meines Artikels füge ich andere, weiterführende Quellen an.

Der Technologische Regress

Inflationsbereinigt würde der Start einer Saturn V Rakete im Jahr 2016 etwa 2 Milliarden Dollar kosten. Es wurden 15 Exemplare für das Apollo Programm gebaut, 13 davon sind gestartet, alle erfolgreich. Nicht alle sogenannten Apollo Missionen hatten Saturn V Raketen. Die offizielle Version ist, dass es 6 erfolgreiche Missionen gab bei der je 2 Astronauten die Mondoberfläche betraten, bezeichnet 11,12,14,15,16 und 17. Apollo 13 hatte einen Unfall und kehrte ohne Landung zurück. Die Nutzlast der Saturn V war höher als bei allen anderen je gebauten Raketen, etwa 140 Tonnen. Die Saturn V wurde aber nicht beibehalten, sonder mit dem Space Shuttle “ersetzt”. Im Nachhinein betrachtet, war das eine schlechte Entscheidung. Eine Space Shuttle Mission kostete inflationsbereinigt für 2016 etwa 0.4 Milliarden Dollar, hatte aber nur eine Nutzlast von ca. 30 Tonnen. Apollo Kritiker sehen darin ein Indiz dass die Saturn V Rakete nie so stark war, wie es behauptet wurde, und sie gar nicht die ausreichende Nutzlast für bemannte Mondmissionen hatte.
Zumindest stellt es auch eine andere, harmlose Verschwörung in den Raum: Das Apollo Programm war in Wirklichkeit viel teurer und noch aufwendiger als zugegeben wurde, und kann deshalb nicht reproduziert werden. Man vergleiche hierzu auch, dass das US Budget für Rüstungsausgaben pro Jahr zumindest 600 Milliarden Dollar ist, möglicherweise aber sogar noch viel höher, je nachdem was man dazu rechnet.

Zu massiv um ein Schwindel zu sein?

Ein von “Debunkern” oft vorgebrachtes Argument, mit dem versucht wird jede Skepsis gegenüber der offiziellen Version sofort im Keim zu ersticken, ist das Ausmass des Apollo Programms; “400.000 Amerikaner haben daran mitgearbeitet, es wäre unmöglich das vor allen geheim zu halten; jemand hätte etwas verraten” Aber eigentlich zeugt dieses Kommentar unmittelbar von Ignoranz oder sogar Unredlichkeit. Natürlich würde niemand behaupten alle Mitarbeiter hätten davon gewusst, und die Geschichte Zeit dass massive Regierungsverschwörungen sehr wohl möglich sind, ohne dass die eigene Bevölkerung oder sogar ein Feindstaat Einblick hat; zwei Beispiele: das Manhattan Programm und (die Vorbereitung von) Unternehmen Barbarossa.
Es gibt keine Einheitliche Position der Mond Skeptiker, sonder ein Kontinuum von diversen Ideen. Diese reicht von “Flache-Erde-Gläubig” bis “Es wurden einige der Bilde gefälscht, aber das meiste war echt”. Je weiter man sich der vollständigen, offiziellen Version annähert, desto plausibler wird ein Schwindel. Eine echte Mondlandung bei der aber leider keine Photos und Videos möglich waren, und diese nachgestellt wurden – und es sind ja gerade diese “Beweise” die den meisten Zweifel erzeugen – wäre wohl mit weniger als 30 “Verschwörern” denkbar. Eine Vortäuschung einer Mondlandung, bei der fast alle Schritte durchgeführt werden, mit Ausnahme des Verlassens des Erdorbits, wäre möglicherweise durchführbar mit nur weniger als 100 komplett eingeweihten Personen.
Man muss festhalten, dass das Apollo Programm extrem detailliert dokumentiert ist. Jeder Handgriff ist geplant, beschrieben und analysiert. Die wichtigste offizielle Quelle für Mond Informationen und Bilder ist das “Apollo Lunar Surface Journal” www.hq.nasa.gov/alsj. Derartig detaillierte und umfangreiche Spezifikation und Dokumentation geht weit über das hinaus was bei “Spielfilmen” normal ist – ob das als Argument Gewicht hat ist aber eine andere Frage. Alle Schritte der Mission mussten auch geplant und exzessiv geübt worden sein. Alle technischen Apparate mussten in Simulationen getestet werden. Die Verschwörungstheoretiker sehen darin den Schlüssel wie Simulation und Realität vermischt werden hätten können.

Falscher Verdacht und Strohmann Argumente

Es gibt viele Behauptungen von Mond-Skeptikern die auf tönernen Füssen stehen oder schlichtweg falsch sind. Einige Beispiele:
“Es sind keine Sterne auf den Bildern sichtbar”. Das wäre auch so zu erwarten. Bilder welche die Mondoberfläche im prallen Sonnenlicht und den Himmel zeigen, benötigen eine kurze Belichtungszeit um nicht zu hell zu werden, die aber auch zu kurz ist um Sterne erkennbar zu machen. Eine legitime Kritik ähnlicher Art wäre hingegen darauf hinzuweisen, dass u.a. John Collins in der ersten Pressekonferenz behauptet hat keine Sterne gesehen zu haben, obwohl dies eigentlich hätte möglich sein müssen, zumindest während er im Mondschatten war.
“Die obere Atmosphäre der Erde ist heisser als der Schmelzpunkt des Raumschiffes”. Ein leider häufiges Kommentar, das grober Unsinn ist. Die obere Atmosphäre hat sehr geringen Druck, und stellt damit keine Gefahr für Raumfahrzeuge dar.
“In den 60er Jahren gab es noch keine Technologie die eine Funkübertragung über diese grosse Entfernung ermöglicht hätte.” Das war aber höchstwahrscheinlich doch möglich. Hingegen ist wesentlich verblüffender wie die Richtantenne am Mondauto trotz Bewegung unterbrechungsfrei senden konnte.
Allgemein kann man Anhand einiger Meta-Phänomene eine grobe Einschätzung bekommen, welche Seite in einer Debatte eher recht hat. So ist z.B. Aggression oder Hass auf die Gegenseite ein Zeichen von Kognitiver Dissonanz. Ein anderes Zeichen ist die Verwendung von Strohmann Argumenten, mit der offensichtlich die Schwäche der eigenen Seite kaschiert werden soll. Kritisiert der NASA Verteidiger etwa die Anschuldigung, dass zusätzliche Beleuchtung verwendet worden sei, wird er seine Darstellung anhand eines Bildes darlegen. Welches Bild wird gewählt? Eines wo die zusätzliche Beleuchtung mässig erscheint, oder das offensichtlichste Beispiel? Attackiert man also das stärkste Argument seiner Gegner, oder weicht man auf ein etwas schwächeres aus? Um diesen Aspekt mit zu verfolgen, werde ich zunächst weiter die Wahl der Argument nach den Debunkern richten.

Die Sowjetunion hätte die USA blamieren können

Das Apollo Programm entstand aus dem kalten Krieg heraus. Es war J.F. Kennedy der den Vereinigten Staaten diese Aufgabe auferlegt hat, in weniger als 10 Jahren die Mondlandung zu vollbringen, nachdem die USA bis dahin im wettrüsten im Weltraum deutlich hinten gelegen sind. Es wurde auch nach dem Fall der Sowjetunion bekannt, dass diese auch eine Zeit lang eine Mondmission verfolgt hatte. Aber statt 13/13 war die Erfolgsquote ihrer Mondrakete (“N1” genannt) 0/4 bevor das Programm eingestellt wurde.
Hätte die Sowjetunion wirklich einen Schwindel offenbaren können? Wer hätte denn dem Feindstaat geglaubt, nachdem er gerade die Landung “live” im Fernsehen gesehen hat? Die UDSSR würde sich eher wie ein schlechter Verlierer präsentieren, als jemanden überzeugen können.
Auch wird von Apollo Kritikern diesbezüglich aufgezeigt, dass auch die UDSSR einige Weltraum-Schwindel Leichen im Keller haben dürfte, bzw. möglicherweise sogar in der Umlaufbahn, und man sich auf gegenseitiges Stillschweigen geeinigt hat. In diesem Kontext ist auch der Weizenhandel zwischen den USA und der UDSSR von 1972 relevant.

Verdächtige Todesfälle

1967 sah es nicht besonders ermutigend aus, für eine baldige erfolgreiche Mondlandung. Die Mannschaft von Apollo 1 starb bei einem Unfall. Die Kapsel war für eine Übung mit reinem Sauerstoff gefüllt und fing Feuer. Der Kommandant, Virgil Grissom, der der erste Mann am Mond hätte werden sollen, aber dabei umgekommen ist, hatte zuvor Zweifel an der Durchführbarkeit der Mission geäussert. Es gibt noch einen verdächtigen tödlichen Unfall aus diesem Zeitraum: Ein Experte der den Unfall untersuchte und ebenso Zweifel am Programm selbst angemeldet hatte, war Thomas Baron.

Laser Retro-Reflektoren

Bevor ich das Thema für mich selbst genauer angesehen habe, wusste ich zwar schon von der Existenz von Mond-Verschwörungstheoretikern, hatte aber keinen genauen Einblick was diese eigentlich behaupten. Ich wusste im Groben von den Retro-Reflektoren und dies erschien mir auch das eine einzige Mal das ich darüber mit einem Fremden diskutierte, das beste Argument um meinen Glauben an die Echtheit der Mondlandung zu untermauern. Während natürlich im Falle einer Fälschung alle Angaben und Daten die von NASA kommen unglaubwürdig sind, stellen die Reflektoren eine Möglichkeit dar, wie unabhängige Parteien die Behauptungen testen können. Und in der Tat gibt es einige Publikationen von unabhängigen Observatorien, die Laser-Reflektionsexperimente durchgeführt haben. Das ist aber aus zwei Gründen unzureichend. Zum einen könnten die Reflektoren unbemannt zum gebracht werden, so existiert angeblich auch ein von der UDSSR abgelieferter Reflektor am Mond. Und zum anderen ist es so, dass die Mondoberfläche selbst auch Laserstrahlen reflektiert, natürlich stark gestreut, aber dafür von einer grösseren Fläche. Dies wurde bereits 1963 erfolgreich durchgeführt. Aufschluss darauf, ob man einen Reflektor trifft oder die Oberfläche geben zwei Ansätze.
Man kann die erwartete Anzahl der reflektierten Photonen vergleichen mit der Anzahl der lt. Veröffentlichungen gemessenen. Mit diesem Ansatz kommt der Autor Andreas Märki im Artikel Lunar Laser Ranging: A Review auf www.aulis.com/laser.htm zum Schluss, dass die Stärke der Reflexion dem erwarteten Wert ohne Retro-Reflektor entspricht.
Dann bleibt die Möglichkeit einfach zu vergleichen, zwischen Messungen genau bei der Landungszone und in verschiedenen Abständen davon. Leider fand ich diesbezüglich keine aufschlussreichen Veröffentlichungen. Damit bleibt dieser Punkt ungewiss, bis ich selbst ungehinderten Zugang zu einem Observatorium mit der notwendigen Ausrüstung habe.

Mondgestein

Für manche ist dies der beste Beweis für die Echtheit der Mondlandung, inklusive professioneller Geologen die viel Zeit und Aufwand in das Studium der Mond-Proben gesteckt haben. Aber auch hier besteht das gleiche Problem wie vorhin: Diese könnten von unbemannten Sonden gebracht worden sein. Auch wird oft behauptet, dass Mondgestein auf der Erde gefunden werden kann. Meteoriteneinschläge am Mond können Trümmer “herausschlagen”, die es dann zur Erde schaffen, und z.B. im Arktischen Eis auffindbar sind. Auch stellt sich die viel allgemeinere Frage, womit man denn die Echtheit des Mondgesteins wirklich messen kann, wenn es kein Vergleichsmaterial gibt. Es gibt angeblich auch einige Gramm Mondgestein das von einer Sowjetischen Sonde zurückgebracht wurde, aber ich persönlich habe grosses Misstrauen gegenüber allen Behauptungen der Sowjetunion.
Vor einigen Jahren machte eine Nachricht die Runde, dass ein “Mondstein” in einem niederländischen Museum nur versteinertes Holz gewesen sei, z.B. hier: www.nbcnews.com/id/32581790/ns/technology_and_science-space/t/moon-rock-museum-just-petrified-wood. Bei genauerer Recherche der Geschichte, stellt sich aber heraus, dass dieser “Stein” sowieso nie ein Mondstein hätte sein können, da so grosse Stücke zu dieser Zeit nicht verschenkt wurden.

Neue Bilder vom LRO

2009 wurde eine neue Sonde, genannt LRO zum Mond geschickt, und hat diverse Bilder der Landungszonen geschickt: www.space.com/12796-photos-apollo-moon-landing-sites-lro.html. Ein Beispiel, das Apollo 15 zeigen soll:

Diese Bilder führen Erwartungsgemäss zu unterschiedlichen Interpretationen. NASA Gläubige sehen darin eine eindrucksvolle Bestätigung der Echtheit der Mondlandungen, Kritiker sehen darin eine Bestätigung für den Schwindel. Zum einen könnte die Organisation, die vor 50 Jahren tausende Bilder fälschte, natürlich später ein paar andere Fälschungen nachlegen. Wie kann man Indizien finden, die auf eine Bildmanipulation hindeuten? Solche Indizien sind z.B. Anomalien im Rauschen. Für so etwas gibt es fertige Tools, z.B. 29a.ch/photo-forensics/#forensic-magnifier. Der neugierige Leser ist angehalten das selbst zu probieren, mit Bildern die er selbst von offiziellen Quellen heruntergeladen hat.
Verdächtige sind in Bezug auf die LRO Bilder aber andere Umstände: Wieso ist die Auflösung so schlecht? Man gehe zum Vergleich auf Google-Maps oder nehme andere Satellitenbilder von der Erde. Diese sind viel detaillierter und in Farbe, dabei ist der Orbit und die Geschwindigkeit des LRO eigentlich viel geringer.

Auf dem folgenden Video sieht man einen grösseren Bereich der Apollo 17 Landezone als auf den von der LRO Webseite aus aufrufbaren Bildern. Die “Reifenspuren” des Mondautos scheinen kurz ausserhalb des Bereichs der auf den Bildern dargestellt ist aufzuhören, obwohl das Mondauto laut offizieller Version definitiv deutlich weiter gefahren ist: www.youtube.com/watch?v=LIui93E8kkE

Konvergierende Schatten

Eine Bild, dass als Indiz für eine künstliche Beleuchtung angeführt wird, ist AS14-68-9486. Hier ist der Schatten von der Landefähre parallel zum Horizont, die Steine werfen aber diagonale Schatten. In der weltberühmten Show “Mythbusters” wurde dies versucht zu “debunken”, mit gewissem Erfolg. Mit einigen Modifikationen des Terrains, sodass das Gelände rechts von den Steinen abschüssig ist, würden sich die Schatten mit einer Lichtquelle in (quasi) unendlicher Entfernung, die genau 90° zum Horizont steht, relativ gut in Einklang bringen lassen. Bei genauerer Betrachtung aber ist das nicht konsistent mit dem Inhalt des Bildes. Verbindet man die Endpunkte der Schatten mit ihrer Quelle, führen alle Strahlen zu einer Lichtquelle die absolut nicht 90° zum Horizont hat, eher ca. 45°. Also eine künstliche Lichtquelle? Nicht notwendigerweise; vielleicht ist die Sache auch einfacher, ein von der Fähre nach rechts ansteigendes Terrain ist auch konsistent mit dieser Lichtquelle. Wirklich aussagekräftig ist diese Argumentationsrichtung nicht. Der Unterschied im Verlauf der Schatten zwischen Sonne und künstlicher Lichtquelle in mittlerer Entfernung ist eher klein, und es lässt sich anhand dessen für mich kein eindeutiger Beweis für letztere finden. In diesem Artikel www.aulis.com/raytracing.htm von einer Mond-Skeptiker Webseite erklärt der Autor sehr gut und völlig Korrekt die Mechanik von “Raytracing” bei Schatten. Aber wieso er dann auf die Idee kommt der Schatten der Landefähre und der Schatten des Astronauten würden nicht dazu passen, und eine zweite Lichtquelle implizieren, kann ich nicht nachvollziehen.
Allgemein ist der Streitpunkt “konvergierende Schatten” nicht sehr aussagekräftig, da Schatten nur unter ganz gewissen Umständen parallel erscheinen, nämlich wenn die Sonne 90° zur Blickrichtung steht.

Künstliche Beleuchtung

Zuerst zum Vergleich, eine Wüste aus Bolivien; die Helligkeit ist in allen Richtungen in etwa gleich.

Das berühmteste Bild aus der Mond-Saga und vielleicht eines der berühmtesten Bilder überhaupt ist das folgende: AS11-40-5903HR.jpg Dabei enthält es aber einige sehr erstaunliche Auffälligkeiten: Der Boden rechts hinter ihm ist stärker beleuchtet als der Hintergrund des Mondes. Die Vorderseite des Astronauten ist hell beleuchtet. Der Horizont ist auf Kopfhöhe.

Besonders der Eindruck, des “Spotlight”-Effects ist auf vielen Bildern der Apollo 11 Mission erkennbar, und auch auf machen aus anderen Missionen. Das übliche Pro-NASA Gegenargument ist, dass der Unterschied ja gar nicht so gross sei – was nicht gerade überzeugend ist. Für Skeptiker ist das ein Zeichen, dass die Haupt-Lichtquelle doch nicht die Sonne ist, sondern ein künstliches Studio-Licht.

Gegenlicht

In vielen Bildern ist die Haupt-Lichtquelle, d.h. Sonne oder Studiolicht, im Hintergrund. Trotz dieses Gegenlichts sind bei manchen Objekten auf der Vorderseite Details gut erkennbar, und bei anderen Objekten nicht. Dieser Punkt wurde in der Sendung Mythbusters und in einem Projekt der Firma NVIDIA vermeintlich debunkt. Entgegen deren Schlussfolgerungen spricht das Ergebnis aus dem Mythbuster Experiment aber eher für die Verwendung von zusätzlicher Beleuchtung oder Rückstrahlern. Man bemerke, der Hintergrund in der Nachgestellten Szene ist stark überbelichtet:

Ausserdem fungierte Das weisse Hemd als Rückstrahler, und verfälscht das Experiment:

In einem im russischen Fernsehen ausgestrahlten Sendung wurde das Experiment nachgestellt. Links das Resultat ohne dem weissen Hemd, rechts mit:

Ergeben die Bemühungen von NVIDIA plausiblere Resultate? Manche Kritiker, wie Jarrah White vermuten, dass in der Simulation eine zu hohe Albedo (Weissheit) der Oberfläche verwendet wurde, die eigentlich nur 8% betragen müsste: www.youtube.com/watch?v=lIFBz2t3Ov0. Aber auch wenn der korrekte Wert verwendet werden würde, besteht noch immer ein Unterschied zu den Fotos. Das ist aus dem NVIDIA Video:

Das ist ein Originalbild (AS-11-40-5866) aus dieser Sequenz. Bei der Ferse sieht man eine Licht-Reflexion. Details auf der Schattenseite des LEM sind im Foto sehr gut erkennbar, in der NVIDIA Simulation nicht.

Noch deutlicher ist die Zusatzbeleuchtung im Bild AS-11-40-5862 erkennbar. Wie würde die NVIDIA Simulation diese Szene zeigen, wenn alle Parameter gleich bleiben? Mehr Details zu diesem Punkt findet man auf www.aulis.com/nvidia.htm.

Flatternde Fahnen im Wind

Es gibt einige Fälle wo die von den Astronauten aufgestellte Fahne schwingt. Dies wurde auch von den Mythbustern getestet, die dafür einer Fahne in einer Vakuum Kammer einen Stoss gegeben haben. Und Erwartungsgemäss schwingt die Fahne etwas nach. Was damit bewiesen werden soll ist unklar. Die Kontroverse dreht sich darum ob die Fahne überhaupt berührt wurde oder was die Bewegung ausgelöst haben sollte, denn es gibt auch einige Fälle wo sich die Fahne von ganz alleine zu Bewegen scheint, bzw. die Astronauten einen gewissen Abstand zur Fahne hatten.
Aber abgesehen davon gibt es ausser der Gegenwart oder Abwesenheit von Luft noch ein Kriterium anhand dessen beurteilt werden kann ob die Fahne im Video auf der Erde oder am Mond stand; nämlich die Frequenz ihrer Schwingung. Die Fahne stellt ein Pendel dar. Je niederer die Gravitation, desto niederer die Frequenz mit der ein Pendel schwingt. Die relevanten, potentiellen Einflüsse auf die Frequenz der Schwingung, wie Luft, oder interne Reibungsverluste können diese nur verlangsamen. Der Leser ist angehalten das selbst durch zurechnen; Videos von den “flatternden Mondfahnen” zu suchen, die Gleichungen für Pendelfrequenz nachzulesen und zu vergleichen. Das erste Video indem ich dieses Argument und eine Analyse dazu gesehen habe ist hier zu finden:youtube.com/watch?v=V-p6GuygBDM.
Die Eigenschaften des Pendels werden in Bezug auf eine andere Szene auch herangezogen, um für die Echtheit der Mondlandung zu argumentieren: www.hq.nasa.gov/alsj/a14/a14pendulum.html – Die Qualität in dem Video ist aber sehr schlecht, und es drängt sich der Verdacht auf, dass die genauen Parameter des Pendels nicht basierend auf dem Bildmaterial, sondern vom gewünschten Ergebnis ausgehend gewählt wurden. Sehen die Bewegungen der Astronauten bei doppelter (bzw. √6-facher) Abspielgeschwindigkeit wirklich unnatürlich schnell aus, wie es von NASA Gläubigen behauptet wird, um diesem Gegenargument vorzubeugen?

Fussabdrücke

Ein weiterer Punkt der von Skeptikern als vermeintliche Anomalie angesehen wird, sind die Fussabdrücke. Ohne Atmosphäre, und daher auch ohne Feuchtigkeit, wäre der Mondsand viel zu locker um deutliche Kanten und Konturen erzeugen zu können. Auch diesen Punkt haben die Mythbuster getestet, und haben dazu mit einem Original Astronauten Stiefel in einer Vakuumkammer einen “Schritt” gemacht, und triumphal verkündet, das Resultat erfolgreich reproduziert zu haben. In dem folgenden Bild ist das Ergebnis der Mythbuster links, ein Fussabdruck aus dem Apollo Fotomaterial ist rechts. Scheinbar waren weite Teile des Publikums von diesem Resultat beeindruckt, aber für mich sieht das eher so aus, als hätten sich die Mythbuster hier in den Fuss geschossen.

Stahlseile und Abspielgeschwindigkeit

In einem Grossteil des Filmmaterials sind die Bewegungen der Astronauten unnatürlich langsam und suggerieren damit eine “ausserirdische Umgebung”. Skeptiker behaupten dieser Effekt wurde durch die Verwendung von Stahlseilen und verringerter Abspielgeschwindigkeit erreicht. Viele Skeptiker und Debunker haben sich an dieser Debatte beteiligt, darunter auch die Mythbuster. Ein sehr beeindruckender Beitrag zu diesem Punkt wurde von einem anonymen Autor in der Präsentation “Make Believe: Smoke and Mirrors” gemacht. www.dailymotion.com/playlist/x3oig8. Leider hat der Ersteller seine Stimme so stark verzerrt, dass man ihn kaum mehr versteht. Jemand von Aulis hat für Teile der Präsentation Untertitel erstellt: www.aulis.com/apollo_smoke.htm.
Sieht man sich gewisse Videos mit dem Thema “Moon Hoax” auf Youtube an, werden als nächstes Video sehr oft solche vorgeschlagen, welche die Darstellungen der Debunker bringen. Darunter ist auch eines wo behauptet wird, es sei 1969 einfacher gewesen eine “echte” Mondlandung durchzuziehen, als eine Kamera zu entwickeln, die eine Fälschung durch Manipulation der Abspielgeschwindigkeit ermöglicht. Der Skeptiker Jarrah White hat sich in Bezug auf diese Behauptung dann auch die Mühe gemacht, zu recherchieren dass derartige Kameras sehr wohl schon existiert haben: www.youtube.com/watch?v=_x49lImzw5s
Direkte Beobachtungen von Stahlseilen sind Mangelware, aber es gibt zumindest zwei Verdächtige Szenen: links “Spacecraft Films DVD Apollo 14-3\VTS_07_1.VOB”, rechts “Spacecraft Films DVD Apollo 17-2\VTS_03_2.VOB”

Wie hoch kann man am Mond springen?

Aus der Zeit vor der ersten Mondmission stammt dieser Bericht der NASA: ntrs.nasa.gov/archive/nasa/casi.ntrs.nasa.gov/19650076500.pdf. Demnach seinen am Mond, auch mit Ausrüstung Sprunghöhen von 2 bis 3 Metern leicht erreichbar. Diverse Videos von solchen Tests existieren, z.B. dieses hier: www.youtube.com/watch?v=XqzbcZ3QGu4. Von den Tests gib es auch Aufnahmen mit voller Ausrüstung, aus denen hervorgeht, dass sich die Erleichterung durch weniger Schwerkraft, und die Erschwernis durch Raumanzug und Lebenserhaltungssystem in etwa aufgewogen haben. D.h. Energieverbrauch und Herzfrequenz sind etwa gleich wie auf der Erde, für eine gewisse Schritt- bzw. Forstbewegungsgeschwindigkeit. In keinem der Testvideos bewegen sich die Astronauten in dem Zeitlupen-Stil wie man ihn vom “Mond” kennt. Es gibt auch fast kein Filmmaterial vom “Mond” wo grosse Sprunghöhen erreicht werden, mit wenigen Ausnahmen bei denen dann aber die Sicht auf den Boden verstellt ist.

Berge, Täler und Krater

Von Debunkern wird gerne angeführt, dass die Landschafts-Muster aus dem Bildmaterial mit dem aus Satellitenaufnahmen übereinstimmt. Skeptiker entgegnen, dass dies auch mit Ihrer Version der Geschichte konsistent ist, da NASA die Landestellen genau studiert hatte, und vor jeder Mission detaillierte Simulationen mit den lokalen Gegebenheiten durchgeführt hat – Simulationen die dann als “real” verkauft wurden. Bei genauerer Betrachtung findet man feine Abweichungen und kleine Ungereimtheiten. Ein Beispiel: Ist der Graben in diesem Bild wirklich 1,5 Kilometer breit und 200 Meter tief? Stimmt die Krümmung überein? In diesem Artikel, www.aulis.com/stereoparallax.htm, behauptet der Autor, anhand von überschneidenden Bildern eine tatsächliche Entfernung zum Horizont von ca. 100 bis 150 Metern errechnen zu können.

Mondauto

Offenbar findet fast niemand etwas merkwürdig daran, dass NASA zwar drei Mondautos mitnimmt, aber kein grosses Teleskop. (Bei A16 war ein kleines UV fähiges Teleskop dabei.) Wie dem auch sei, gibt es allerlei andere Ungereimtheiten mit den Mondautos. Es gibt einige Bilder wo weder wo Reifenspuren fehlen, und es so aussieht als wäre das Mondauto einfach abgesetzt worden, z.B.: AS15-85-11470.jpg AS16-110-17960.jpg AS17-146-22367.jpg

Auch drängt sich der Verdacht auf, dass Teile des Mondauto-Filmmaterials mit einem Modellauto aufgenommen wurden, u.a. weil der “Astronaut” beim Steuern des Fahrzeuges seine Arme nicht bewegt: www.aulis.com/miniatures.htm
Die Missionen 15, 16 und 17 brachten Elektroautos mit zum Mond. Bei allen drei gab es am linken Hinterrad scheinbar ein Öl-Leck (AS15-88-11901, AS16-107-17445, AS17-22296):

Sowohl Skeptiker als auch NASA Gläubige sehen sich in ihrer Meinung Bestätigt, wenn Sie den Verlauf des von den Rädern aufgewirbelten Sandes betrachten. Die Säulen die sich hinter den im Sand drehenden Rädern bilden werden auf Englisch auch “Rooster Tails” genannt. Tritt die Bildung von Rooster Tails auch im Vakuum auf, oder benötigen die Sandkörner Luftwiderstand, damit dieses Phänomen auftritt?

Die Mondlandefähre

Die Liste der Kritikpunkte an dem “Lunar Excursion Modul”, der “Mondlandefähre”, kurz LEM oder LM genannt, ist lang. Es sieht nicht aus wie ein Raumschiff, dass für einen anderen Himmelskörper gemacht ist, sonder wie ein Schulprojekt, bei dem die Schüler das Bastel-Material aus eigener Tasche bezahlt haben. Aber das beweist natürlich nichts. Auch der Mangel an Spuren unter dem Landetriebwerk ist kein klarer Beweis für Fälschung, auch wenn man sagen muss das die kleinen Steinchen unter dem LEM nicht zum Video der Landung passen, bei dem sehr wohl Staub weggeblasen wurde. Reichen die Batterien, wie es behauptet wird, um eine Klimaanlage für die Dauer der Landung, bei den späteren Missionen bis zu ca. 3 Tage, zu betreiben – für über 100°C Temperaturdifferenz? Die Landefähre und die Landung hat angeblich sechs mal tadellos funktioniert, konnte aber aufgrund der unterschiedlichen Schwerkraft niemals unter realistischen Bedingungen getestet werden.

Wie gross ist die Sonne?

Für mich ist die Darstellung der Sonne im Apollo Film und Bildmaterial eines der gravierendsten Argument, die für ein eine Fälschung sprechen. Ein längerer Artikel zu diesem Punkt ist: aulis.com/sunsize.htm
Von der Erde aus sehen Mond und Sonne gleich gross aus. Vom Mond aus sollte die Erde 3.66 mal grösser erscheinen als die Sonne. Das Gegenteil ist aber in den Fotos erkennbar. Ist der äussere, weniger helle Ring ein Artefakt, und der innere die Sonne? Abgesehen von dem unpassendem Grössenverhältnis ist auch die “Form” der Sonne ungewöhnlich.. Man vergleiche hierzu beispielsweise die Suchergebnisse zu “sun from ISS”,

Videos in denen die Sonne bzw. das Flutlicht sichtbar ist, gibt es kaum. Aber jede Menge Spiegelungen der Sonne in den Helmen. In einem konvexen Spiegel erscheinen Objekte eigentlich kleiner, und es gibt jede Menge Bilder von Helmen in denen die Sonne nur als kleiner Punkt erscheint. Wieso sind die Reflexionen z.B. in Apollo 17 so riesig?

Unsichtbarer Raketen-Ausstoss

Das LEM bestand aus zwei Teilen. Im unteren Modul war das Triebwerk für die Landung, im oberen für die Rückkehr zum “Kommandomodul”, das im Mondorbit auf die Rückkehr wartet. Der Start des Rückkehrmoduls wurde für Apollo 15,16 und 17 von der Kamera des Mondautos gefilmt – das, oder der Welt wurde ein Modell gezeigt, dass an Kabeln nach oben gezogen wurde. Für letztere Version spricht das Fehlen von sichtbarem Raketenausstoss. Debunker entgegnen es sei so zu erwarten, dass diese besondere Art von Raketenausstoss unter diesen Bedingungen nicht sichtbar sei. Die in diversen Youtube Kommentaren geäusserte, weit verbreitete Behauptung, dass der Raketenausstoss wegen des Vakuums unsichtbar sei ist für sich alleine genommen falsch. Es gibt viele Aufzeichnungen von sehr wohl sichtbarem Ausstoss von Raketen mit gleichem Treibstoff, die viel weniger Leistung haben. Aber ohne Luftdruck in der Umgebung breitet sich das ausgestossene Gas natürlich viel stärker aus, und vielleicht war die Auflösung und Qualität der alten Kamera zu schlecht um den Kontrastunterschied zwischen Hintergrund und Raketenausstoss aufzunehmen? Man weiss es nicht genau. Zumindest sollte man so viel Ehrlichkeit aufbringen können, um zuzugeben dass das Videomaterial “auch” mit der Interpretation konsistent ist, als wäre es für einen 70er Jahre Kinofilm erstellt worden, obwohl man weiter glauben möge, dass es “echt” ist.

Weltraumstrahlung

Das Magnetfeld der Erde schützt uns vor gewissen Formen von Strahlung aus dem Weltraum, vor allem Sonneneruptionen. In diesem Magnetfeld bestehen zwei Bereiche die “Van Allen” Strahlungsgürtel genannt werden, mit “gefangenen” Protonen im inneren Gürtel und Elektronen im äusseren. Manche Skeptiker behaupten, die Strahlungsbelastung beim durchqueren dieser Bereiche wäre zu hoch gewesen, um das den Astronauten zuzumuten. Auch auf der Mondoberfläche ist das Risiko durch Strahlungsbelastung durch Sonneneruptionen sehr hoch. Klare Beweise die gegen eine Mondlandung sprechen würden gibt es in diesem Punkt nicht, nur einige Indizien: Vor den Apollo Missionen wurde die Relevanz des “Van Allen” Strahlungsgürtels behandelt, während der aktiven Phase gibt es kaum Bemerkungen dazu. Erst in jüngerer Zeit ist dies wieder ein Thema, aber der Begründung von NASA dass die Erforschung von Weltraumstrahlung für die länger dauernden Mars Missionen von Bedeutung ist.
Für die Apollo Missionen liegen auch Messergebnisse zur gesamten Strahlungsbelastung vor, verglichen mit ISS Daten sind diese pro Stunde zwar höher, aber nicht viel höher – im Durchschnitt ca. mal zwei. Da die Skeptiker glauben es wäre wesentlich mehr Strahlung zu erwarten, sehen beide Seiten sehen darin eine Bestätigung ihrer Version.

Astronauten

Spekulationen wer von einer Fälschung gewusst hätte, bzw. wer Teil der Verschwörung ist, gibt es viele. So wird zum Beispiel oft wird Stanley Kubrik als möglicher Regisseur vermutet. Wer aber sicher eingeweiht sein hätte müssen, sind die Astronauten. Theorien wieso diese nie “ausgepackt” hätten gibt es auch verschiedene; z.B. Drohungen, militärischer Gehorsam, Drogen und Gehirnwäsche im Stile des MKUltra Programmes, etc. Einen sehr aggressiven Zugang zur vermeintlichen Aufklärung hatte “Bart Sibrel”, der mehrere Filme zur vermeintlichen Apollo Verschwörung gemacht hat. Im Zuge dessen hat er die Astronauten aufgesucht und gedrängt auf die Bibel zu schwören, dass sie die Wahrheit sagen würden. Interessanterweise haben das mehrere verweigert, darunter Neil Armstrong. Buzz Aldrin hat er lange geärgert, verfolgt und beleidigt, erst ein Faustschlag ins Gesicht beendete seine Provokationen.
Für die längste Zeit meines Lebens habe ich keine der Argumente für eine Mond-Verschwörung ernst genommen oder überhaupt genau betrachtet. Und ich habe heute noch keine eindeutige Meinung dazu. Man kann sich ja nie sicher sein, ob man bei all den technischen Details und vermeintlichen Foto-Anomalien alle Aspekte verstanden hat. Die erste Beobachtung, ab der ich eine Verschwörung erstmals für möglich gehalten habe, war nicht eine technische Anomalie sondern eine “soziale”. Es war die Apollo 11 Pressekonferenz. Diese Männer sind von der anspruchsvollsten und gefährlichsten Mission aller Zeiten erfolgreich zurückgekehrt, als Stars-Spieler in einem Team von 400.000 Mitgliedern, als Propheten einer Zukunft der Menschheit für die es keine Hindernisse mehr gibt. Es sei jedem empfohlen das anzusehen.

Weiterführende Analysen

Seit 2018 gibt es ein Buch und eine zugehörige Webseite, womit die Apollo Kontroverse, relativ neutral und detailliert dokumentiert ist. Es werden alle relevanten Argumente vorgestellt und die Interpretationen beider Seiten aufgeführt
www.man-on-the-moon.info

Eine der umfangreichsten Webseite auf Seiten der Skeptiker ist “Aulis”, scheinbar betrieben von den Machern eines der ersten umfangreicheren Mond Verschwörungsfilme: “What happend on the Moon”:
www.aulis.com

Auf der Pro-NASA Seite gibt es natürlich jede Menge Material und Unterstützer. Neben der NASA Webseite selbst ist natürlich auch Wikipedia unmissverständlich ablehnend Gegenüber jeglichen Verdacht. Verschwörungstheorie-Argumente werden aber nicht direkt adressiert. Hierfür kommen, wie bei anderen Kontroversen üblich, gesonderte Spieler zum Zug: Webseiten und Youtuber sich dem explizit widmen. So ein Beispiel ist “Clavius”:
www.clavius.org/about.html

Jet Wintzer ist der Autor von “Moon Hoax Now”, wo er neue “Forschungsergebnisse” zusammenstellt, unter anderem von Geräuschen die wieder Erwarte auf der Mondoberfläche aufgenommen worden sein sollten.
www.youtube.com/watch?v=5KsH2M4m4zM

“A Funny Thing Happened on the Way to the Moon” ist ein Film von Bart Sibrel, wo er einige der üblichen Argumente vorbringt. Sein eigener Beitrag war, zu dieser Zeit neues Filmmaterial, das angeblich die Fälschung der Sicht auf die Erde, aufgenommen auf halben Weg zum Mond, zeigen soll.
www.youtube.com/watch?v=xciCJfbTvE4

“Astronauts Gone Wild”: Bart Sibrel drängt die Astronauten dazu drängt auf die Bibel zu schwören.
www.youtube.com/watch?v=Qr6Vcvl0OeU

“American Moon”: Es werden in den ersten 2 h die üblichen Argumente vorgebracht, die Besonderheit in diesem Film ist, dass der Macher, Massimo Mazzuco, weltberühmte professionelle Fotografen zu der Plausibilität der Bilder befragt hat; mit erstaunlichem Ergebnis. www.luogocomune.net/LC/americanmoon

Marcus Allen ist ein Mond-Skeptiker der nach Anomalien im Bildmaterial sucht und darüber Vorträge hält
www.youtube.com/watch?v=6Lg7M34rnZw

Jarrah White ist ein Youtuber und einer der eifrigsten Mond-Skeptiker überhaupt.
www.youtube.com/playlist?list=PL87BD99395C7513BC “MoonFaker” Serie.
www.youtube.com/watch?v=dzfL0QmnkuM “Radiation Reloaded”, Analyse zur Strahungsproblematik
www.youtube.com/watch?v=xUNYwb_6U7I Unsichtbarer Raketenausstoss 1
www.youtube.com/watch?v=82NvY1HX_kQ Unsichtbarer Raketenausstoss 2
www.youtube.com/watch?v=HWwyKNFf5yY Fussabdrücke

Die Apollo 11 Pressekonferenz mit Begräbnisstimmung
https://www.youtube.com/watch?v=BI_ZehPOMwI

Eine lange Präsentation mit Analysen und Vergleichen des Terrain
https://www.youtube.com/watch?v=Vv07dUq8GjA
https://www.youtube.com/watch?v=_rygsZDi1TM

“Smoke and Mirrors, Make Believe”
www.youtube.com/watch?v=YZfMWMjfqJ0 Zusammenfassung
www.youtube.com/watch?v=PkN5t_CxDZY Seile
www.youtube.com/watch?v=9urSMl0liaM Abspielgeschwindigkeit
www.youtube.com/watch?v=PzLMCRHcvQ0 fallender Sand
www.youtube.com/watch?v=5Eue7_jDMc8 Zeitlupe
www.youtube.com/watch?v=7nuOSZS7B_k Ölige Anzüge
www.youtube.com/watch?v=G2EFfc-9ZKQ Mondauto Simulator
www.youtube.com/watch?v=_3XS4CyHRkU Mondauto Aufnahmen
www.youtube.com/watch?v=zOGfqB7UueA Wer war der Regisseur?
www.youtube.com/watch?v=2s94QjAWiuM Landeaufnahmen 1
www.youtube.com/watch?v=Yzg6AT8zm-c Landeaufnahmen 2